Sporthunde

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Begleithund (BH) 1-3

Die Ausbildung zum Begleithund fördert den Gehorsam des Hundes. Diese Sportart ist für alle Hunde, ob klein oder gross, geeignet und setzt keine besonders hohe Kondition des Hundes voraus. Arbeitsfreude, Konzentration und eine gute Führigkeit sind aber unerlässlich.

Nasenarbeit

Die Nasenarbeit besteht aus einer Fährte und – in den höheren Klassen BH 2 und BH 3 – aus einem Gegenstandsrevier. Der Hund soll einer von einem Fährtenläufer gelegten Tritt-Spur mit tiefer Nase folgen und „verlorene“, d.h. vom Fährtenläufer abgelegte Gegenstände verweisen oder herbeibringen. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei mit jeder Klasse. Im Gegenstandsrevier muss der Hund eine Fläche von 30m x 30m (BH 2) bzw. 50m x 50m (BH 3) in maximal zehn Minuten absuchen, um drei vom Prüfungsrichter ausgelegte Gegenstände zu finden und zu verweisen bzw. herbeizubringen.

Unterordnung

Bei der Unterordnung müssen Hund und Hundeführer verschiedene Übungen als Team absolvieren. Dabei ist es wichtig, dass der Hund freudig und aufmerksam mitmacht. Das Wort „Unterordnung“ ist veraltet und entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Erwünscht sind heute viel mehr Harmonie und Ausstrahlung, statt blinder Gehorsam. Deshalb würde das Wort „Teamarbeit“ die Arbeiten besser umschreiben. Die Unterordnung beinhaltet Leinenführigkeit und Freifolge, Stellungsänderungen, Front, Lautgeben, Sitz aus der Bewegung, Stehenbleiben aus dem Laufschritt, Apportieren und „Frei Ablegen“.

Führigkeit

Auch bei der Führigkeit wird eine „Teamarbeit“ mit Harmonie und Ausstrahlung verlangt. Die Übungen, die in dieser Abteilung verlangt werden, variieren mit den verschiedenen Klassen. Dazu gehören Durchgehen einer Personengruppe (BH 1), Steh aus der Bewegung (BH 2), Abrufen in die Frontposition mit dem Rücken zum Hund (BH 2), Voran mit Weiterschicken (BH 2 und 3), Voransenden mit Sprung über eine Hürde (BH 3), Abrufen über eine Hürde (BH 2), Hochsprung (BH 1 und 2), Weitsprung (BH 1) und Sitz in der Gruppe unter Ablenkung (BH 3).

Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG) 1–3

Die „Schutzhundeprüfung“ (SchH) wurde in einigen Ländern durch die „Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde“ (VPG) ersetzt. Die Prüfungsinhalte umfassen in allen Stufen die drei Sparten (Fährtenarbeit/Sachenrevier), Unterordnung (Gehorsamtraining) und Schutzdienst.
Die Prüfungsinhalte für „VPG“ werden in der Prüfungsverordnung (PO88) der Technischen Kommission für das Gebrauchs- und Sporthundewesen (TKGS) vorgegeben.

Abteilung A (Nasenarbeit)

Der Hund hat auf das Hörzeichen „Such“ eine von einem Menschen gelegte Fährte mit tiefer Nase sicher und korrekt auszuarbeiten. Dabei muss er Gegenstände, die der Fährtenleger verloren hat, überzeugend verweisen oder aufnehmen. Des Weiteren hat der Hund in einem „Gelände“ von 30 x 30 m (VPG 1), 40 x 40 m (VPG 2) oder 50 x 50 m (VPG 3)  vom Prüfungsrichter ausgelegte Gegenstände revierend zu suchen und diese überzeugend zu verweisen oder aufzunehmen.

Abteilung B (Unterordnung)

Unterordnungsbereitschaft ist die Neigung des Hundes, sich dem Ranghöheren („Chef“) unterzuordnen, nachdem er dessen Autorität erlebt und respektieren gelernt hat. Die von der Prüfungsordnung (PO) vorgegebenen Arbeiten sind vom Hund exakt und schnell zu erledigen. Bei der Unterordnung wird insbesondere auf die Freudigkeit, Aufmerksamkeit und Reaktion des Hundes geachtet.

Abteilung C (Schutzdienst)

Bei der Abteilung C (Schutzdienst) wird dem Hund auf spielerische Weise das Beissen in den sogenannten Schutzärmel beigebracht. Ihm wird die Freude vermittelt, sich mit dem Schutzdiensthelfer im Spiel um den Ärmel mit seinen natürlichen Kräften zu messen.

Sanitätshund (SanH) 1–3

Nasenarbeit

Der Hund muss bei jeder Tages- und Nachtzeit in unübersichtlichem Gelände mittels des Bringselverfahrens in systematischer Quersuche dem Hundeführer (HF) drei liegende oder sitzende Personen und einen Gegenstand anzeigen. Der HF hat das Revier auf der ungefähren Mittellinie zu durchgehen und den Hund in zügiger Gangart auf eine Distanz von 60m nach rechts und links zu senden. Der Hund muss eine Schabracke tragen. Findet er eine Versuchsperson oder den Gegenstand, so hat er in unmittelbarer Nähe das Bringsel aufzunehmen und rasch zum HF zurückzulaufen. Dieser nimmt ihm das Bringsel ab. Nach dem Ausgeben des Bringsels fordert der HF den Hund auf, ihn zu der Person oder zum Gegenstand zu führen. Der Hund darf sich weder durch Wild noch Geräusche ablenken lassen. Gegenüber Menschen darf er sich nicht aggressiv zeigen.

Unterordnung

Beim Sanitätshund (SanH) beinhaltet die Unterordnung das „Folgen frei“, das Voran mit hinlegen, das Setzen, Legen und Front
, das Apportieren, das Kriechen, das „Ablegen frei“ sowie den  Hoch- und Weitsprung.

Lawinenhund (LawH) 1–3

Grobsuche

Auf einem natürlichen oder künstlich präparierten Lawinenfeld muss der Hund zwei verschüttete Personen suchen und anzeigen. Der Suchbereich, welcher vom Hundeführer (HF) als primär bezeichnet wurde, muss auch tatsächlich abgesucht werden. Die Suche ist mit der zweiten Anzeige oder nach Ablauf der vollen Suchzeit beendet.

Feinsuche

Die Feinsuche findet nach der Grobsuche statt. Der Hund muss einen markierten Geländeabschnitt systematisch nach einem vergrabenen Rucksack absuchen. Der HF durchgeht das Revier auf einer ungefähren, am Anfang und Ende markierten Mittellinie. Auf intensives Quersuchen mit grosser Führigkeit wird besonders Wert gelegt.

Internationale Prüfungsordnung (IPO) 1–3

IPO steht für Internationale Prüfungsordnung. Es wird in 3 Stufen aufgeteilt, wobei nur in der höchsten Stufe (IPO 3) an internationalen Prüfungen teilgenommen werden kann, WM, CACIT, WUSV, 7-Länderturnier sowie Schweizermeisterschaften. 
Die Hunde werden in 3 Disziplinen geführt: Fährten (A),
Unterordnung (B)
 und Schutzdienst (C). 

In allen 3 Disziplinen kann eine maximale Punktzahl von 100, insgesamt somit eine Gesamtpunktzahl von 300 erreicht werden.

Französischer Ring
 1-3

Französischer Ring ist eine über hundert Jahre alte in Frankreich entwickelte Hundesportart. Diese Prüfung bietet dem Hund eine wunderbare Abwechslung und einen artgerechten Arbeitsplatz. Vor den eigentlichen Ringprüfungen 1-3 muss der Hund erst eine sog. „Vorprüfung“ bestehen, das sog. Brevet (Gehorsam und Schutzdienst). Um das Brevet machen zu dürfen, muss der Hund erst ein „CSAU“ (Certificat de Sociabilité et d’Aptitude à l’Utilisation) absolvieren.

Ringprüfungen werden in den Stufen 1-3 abgehalten. Die generelle Reihenfolge ist: Sprünge, Gehorsam und Schutzdienst. Die Reihenfolge der Disziplinen wird ausgelost. Eine Zulassung für die nächsthöhere Stufe setzt voraus, daß zweimal unter verschiedenen Richtern und Figuranten ein “Excellent” (vorzüglich) erzielt wurde.

Zugelassen sind alle von der Fédération Cynologique Internationale (FCI, Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Gebrauchshunderassen, welche auf www.fci.be aufgeführt sind.

Wie in allen anderen Ringprüfungen werden auch hier die Übungen (Sprünge, Unterordnung und Schutzdienst) nacheinander abgeleistet. Die Prüfung findet in einem eingefriedeten Grundstück, dem Ring, statt. Eine Ring 3 Prüfung kann bis zu 45 Min. dauern.

 

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